10. März 2012, Beginn 10:00 Uhr, Naturfreundehaus Mannheim
Unter dem Motto “Rechtspopulismus – das Geschäft mit der Angst?!”
organisiert das Bündnis Mannheim gegen Rechts den vierten Kongress.
Um uns die Organisation zu erleichtern, bitten wir alle Interessierten sich möglichst schnell anzumelden!
Im vergangenen Jahr beschäftigten wir uns im Bündnis Mannheim gegen Rechts mit dem Phänomen Rechtspopulismus. Wir diskutierten die Wirkung rechtspopulistischer Gruppen und Organisationen in die Gesellschaft, kritisierten ihre Ideologie und stellten uns ihnen entgegen, wenn sie in Mannheim auftreten wollten.
Anlässe boten sich dabei genügend, ein Auftritt Thilo Sarrazins im Mannheimer Rosengarten, eine versuchte Kundgebung, die die zwei Organisationen PAX Europa und PI-News absagen mussten und eine Kundgebung der beiden Gruppen auf dem Paradeplatz. Jedes mal organisierten wir Gegenproteste.
Um unsere Proteste inhaltlich zu fundieren und gemeinsame Gegenstrategien zu entwickeln, organisieren wir unseren diesjährigen Kongress unter dem Motto: „Rechtspopulismus – das Geschäft mit der Angst?!“ hierzu konnten wir profunde Kenner_innen der Szene als Referent_innen gewinnen.
Kongressablauf
Ab 9:00 Uhr Aufbau der Informationstafeln, Anmeldung
10:00 Uhr Eröffnung des Kongresses
10:15 Uhr Vortrag 1 Rassismus unter dem Deckmantel
„Islamkritik“ – „Rechtspopulismus– Politikstil der Vorurteile und Emotionen“
Dirk Stegemann, Bündnis „Rechtspopulisten stoppen“ Berlin
Was ist „Rechtspopulismus“? Wer nutzt „Rechtspopulismus“ und welches Wähler_innenpotential soll dabei angesprochen werden? Welche Themen- bzw. Problemfelder werden bedient? Welche Mittel benutzen sie dabei? Gibt es einen Zusammenhang zwischen „Rechtspopulismus“, Rassismus und Sozialchauvinismus? Sind „Rechtspopulisten“ alle Neonazis? Welche Reaktionen von „Rechtspopulisten“ nach den Attentaten von Anders Breivick in Norwegen bis heute sind nachzufolgen? Wie stehen die Chancen für die Etablierung einer solchen Partei in Deutschland?
11:45 Uhr Pause
12:00 Uhr Vortrag 2: Rechtspopulismus in der Rhein-Neckar-Region
Referent_innen: AK Antifa der Fachschaft für politische Bildung im JUZ „Friedrich Dürr“ in Selbstverwaltung Mannheim
Welche Aktivitäten von rechtspopulistischen Gruppen waren in der letzten Zeit in der Rhein-Neckar-Region zu beobachten. Wie sehen die Strategien von „Bürgerbewegung Pax Europa“, der „PI-Gruppe“ und den Parteien „Die Freiheit“ und „Republikaner“ aus und wer steckt dahinter? Antworten auf diese Fragen gibt ein Regionalvortrag über die rechtspopulistische Szene rund um Mannheim.
12:45 Uhr Mittagspause
13:30 Uhr Vortrag 3: Organisationen, Parteien, Vereine
Alexander Häusler, wissenschft. Mitarbeiter der Arbeitsstelle Neonazismus im FB Sozial- und Kulturwissenschaften der FH Düsseldorf
Welche Organisationen oder Parteien des Rechtspopulismus existieren in der Bundesrepublik? Vertreten diese verschiedene Strömungen? Welche Personen sind maßgeblich in diesen Organisationen? In welchem Verhältnis stehen die Organisationen und Parteien zueinander? Gibt es Streitigkeiten? Gibt es Kooperationen zu anderen europäischen rechtspopulistischen Parteien? Gibt es personelle Überschneidungen zu anderen rechten Parteien wie NPD, REP oder DVU?
14:30 Uhr Pause
14:45 Uhr Podiumsdiskussion mit dem Publikum:
Die Bedeutung des Rechtspopulismus und was dagegen zu tun ist
Auf dem Podium: Dirk Stegemann | Alexander Häusler | Vertreter_in AK-Antifa | Vertreter_in „Mannheim gegen Rechts“ | Gerhard Fontagnier, engagiert gegen „Rechtspopulisten“ | Fatih Ekinci, Mitglied des Migrationsbeirates der Stadt Mannheim. Moderation: Veit Lennartz
